Bioplastik gehört in den Restmüll

9. April 2009

Pfiffige Hersteller haben das Bioplastik als Lücke im System erkannt

Bioplastik ist derzeit im Kommen. Im Supermarkt gibt es zum Beispiel die Bioplastik-Tüte. Trotz des ungemein ökologisch klingenden Namens gehört Bioplastik nach Gebrauch aber keinesfalls in die Biotonne – sondern in den Restmüll. Darauf weist der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt jetzt aktuell hin.

Kunststoffverpackungen, die man aus biologisch abbaubaren Werkstoffen wie zum Beispiel Cellulose oder Maisstärke herstellt, sind zur Zeit von der Rücknahme- und Verwertungspflicht befreit. “Lizenzentgelte für den Grünen Punkt oder einen anderen Lizenzpartner müssen für die Entsorgung dieser Verpackungen nicht gezahlt werden”, erläutert Abfallberaterin Karin Kalka-Freundt. Die Bioplastikverpackungen gehören daher nicht in den Gelben Sack. Doch wohin mit diesen Bioplastikmaterialien? Es gibt mittlerweile Getränkeflaschen, Folien, Plastikschalen und – ganz neu – auch Tragetaschen bei einer großen Lebensmittelkette aus Bioplastik. Pfiffige Hersteller haben das Bioplastik als Lücke im System erkannt, um Kosten für die Lizenzgebühr zu sparen. Zudem lässt sich prima mit dem Verpackungsaufdruck hergestellt aus Bioplastik werben. “Problematisch wird dies nur dann, wenn diese vermeintlich gut kompostierbaren Verpackungen in der Biotonne landen”, so Kalka-Freundt. Denn biologisch abbaubare Verpackungen benötigten zu lange für die Verrottung. Ziel der Kompostierung in einer großen Kompostanlage sei aber der möglichst rasche und verlustarme Abbau des Materials.

Biomüll, der in Bocholt in der Biotonne landet, muss anschließend im Kompostwerk Gescher in maximal acht Wochen zu fertigem Kompost verarbeitet sein. Für einen vollständigen Abbau des Bioplastiks ist diese Zeit viel zu kurz. Deshalb rät Karin Kalka-Freundt von der Abfallberatung Bocholt, Bioplastik in Bocholt nicht in die Biotonne zu werfen: “Dieser Kunststoff kann zur Zeit nur in der Restmülltonne entsorgt werden.”

Vorsicht sei besonders bei den Biofolienbeuteln geboten, die man in den Vorsortiergefäßen zur Sammlung von Biomüll nutzen könnte, so die Abfallberaterin. Diese Beutel werden von den Müllwerkern wie herkömmliche Plastiktüten angesehen und können dazu führen, dass die Biotonne ungeleert stehen bleibt. Aus diesem Grund sollte man keine Biofolienbeutel für die Biotonne verwenden, sondern sich mit Beuteln aus Papier oder Zeitungspapier zum Einwickeln der Bioabfälle begnügen.

Gleiches gilt auch für die neu auf den Markt gekommenen Tragetaschen aus Bioplastik. Diese dürfen künftig in Bocholt auf keinen Fall in der Biotonne landen, da sonst die Biotonne nicht geleert wird.

erschienen am: 2009-04-09 im europaticker

Klima- und Umweltschutz jetzt Sache der Bravo

3. April 2009

Die Jugendzeitschrift Bravo (www.bravo.de) hat neben Mode, Pop-Kultur und Sexualaufklärung jetzt auch den Klima- und Umweltschutz entdeckt. Nach einer Umfrage im Auftrag des Blatts ist der Klimawandel das drängendste Thema für die Jugendlichen in Deutschland – noch vor der Weltwirtschaftskrise, Gewalt an Schulen und der Bekämpfung von Terrorismus. Die Hälfte der Jugendlichen hat nach Angaben von Bravo explizit Angst vor den Folgen der Klimaerwärmung, fast zwei Drittel gehen davon aus, dass die Folgen ihr Leben stark beeinflussen werden.

Gleichzeitig sei der größte Teil der Generation der heute 11- bis 17-Jährigen bereit, sich für den Klimaschutz zu engagieren und zugunsten der Umwelt auf Annehmlichkeiten zu verzichten. Deutlich wird aber auch: Die Jugendlichen haben einen großen Informationsbedarf. Nur 40 Prozent von ihnen wissen, was CO2 ist. Und nur 20 Prozent kennen eine Umweltinitiative in ihrer Nähe.

Deshalb startet Bravo mit der aktuellen Ausgabe die Kampagne “BRAVO goes green”: In der wöchentlichen Berichterstattung sollen Jugendliche über Ursachen und Wirkung des Klimawandels aufgeklärt werden. Außerdem wird erläutert, wie sie sich selbst zum Schutz des Klimas und der Umwelt engagieren können.

Quelle: http://www.technikwissen.de/umwelt/news.php?data[article_id]=48046

Auf der Homepage ist die Kampagne noch nicht angekommen. Und noch besser: Beim ersten Besuch erscheint zunächst ein Werbe-Pop-up – mit etwas Glück von der Bundeswehr.

Bundesbürger verbrauchen 65 Plastiktüten pro Person und Jahr

17. Dezember 2008

BUND: Auf Plastiktüten ganz verzichten

Obwohl sie in den Geschäften oft bezahlt werden müssen, werden laut Umweltbundesamt jährlich mehr als fünf Milliarden Plastiktüten für den deutschen Markt hergestellt. Das sind im Schnitt 65 Tüten pro Person und Jahr. Auch als Müll- oder Frischhaltebeutel findet man Tüten aus Polyethylen in fast jedem Haushalt. Dabei vergeuden die aus Erdöl hergestellten Tüten nicht nur Ressourcen. Sie belasten auch in anderer Beziehung die Umwelt, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Plastiktüten sind biologisch nicht abbaubar, alte Tüten werden verbrannt. Dabei werden klimaschädliche und giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole freigesetzt. Hinzu kommen unzählige Tüten, die falsch entsorgt werden und als Müll in der Natur zurückbleiben. Und Plastik verrottet nicht.

Der Plastikmüll gefährdet auch viele Tiere an Land und im Wasser. Meerestiere oder Seevögel ersticken an Plastikresten. In England, Australien, San Francisco, Tansania und Ruanda sind Tragetaschen aus Polyethylen mittlerweile verboten.

Der BUND rät, Stoffbeutel statt Plastiktüten zu nutzen. Stofftaschen sind belastbarer und können viele Jahre wiederverwendet werden. Es gibt in manchen Drogerien auch kompostierbare Tüten aus Cellulose und Stärke. Allerdings enthalten auch diese einen geringen Anteil einfacher Polymere, die im Kompost als gefährliche Kleinstbestandteile zurückbleiben. Die Öko-Bilanz der Alternativen fällt im Vergleich zu Plastiktüten immer besser aus: Der Wasserverbrauch und die Freisetzung von Treibhausgasen sind bei Herstellung und Entsorgung wesentlich geringer als bei Kunststoffbeuteln.

erschienen am: 2008-12-16 im europaticker

Verbände: Geheime und gefährliche Atomtransporte

9. Dezember 2008

Sechs LKWs mit hochgiftigem, radioaktiven Uranhexafluorid auf der B 51

Zu den sechs LKWs mit hochgiftigem, radioaktiven Uranhexafluorid auf der B 51 und in Prüm erklären die Anti-Atomkraft-Gruppen: “Es ist unverantwortlich, dass trotz ständigem Atomtourismus auf Schiene, Wasserstraße und Straße diese Transporte wie ein Staatsgeheimnis gehütet werden und nicht einmal die kommunalen Behörden, Katastrophenschutz und Rettungsdienste darüber informiert werden.”, so Elisabeth Quaré.

Erst im August 2008 wurde ein völlig überladener Eisenbahnwaggon mit radioaktiver Fracht in Apach entdeckt “Die bisherigen Vorschriften sind unzureichend, die Bevölkerung wird insbesondere durch die Transporte von Uran in verschiedenen Stadien der Anreicherung, die ständig kreuz und quer durch Europa laufen (Achse Pierelatte/Südfrankreich – Gronau – Hamburg etc.) unnötig gefährdet!” so Quaré von der Gruppe MAUS, die mit Messstationen die radioaktiven Emissionen des AKW Cattenom überwacht.

“Wieso kann die Atomindustrie mit Rückendeckung des Innenministeriums die Bevölkerung dauernd in Gefahr bringen, ohne dass vor Ort jemand davon weiß?” fragen die AtomkraftgegnerInnen. Zu den Urantransporten kommen noch die Transporte von mittel- und schwachradioaktivem Atommüll, die im Gegensatz zu den jährlichen Castortransporten mit hochradioaktivem Müll ebenfalls ständig im Geheimen stattfinden.

“Wer auf die Landkarte schaut und die europäischen Atomanlagen inklusive Urananreicherungsanlagen und Brennelementefabriken vor Augen hat, fragt sich, was ein Atomtranport in Prüm zu suchen hat – es scheint jedenfalls nicht um sichere und kurze Routen zu gehen.”, kritisiert Markus Pflüger von der Stop Bure Gruppe Trier “Wir fordern den Stopp aller Atomtransporte, sie dienen dem unverantwortlichen Weiterbetrieb der Atomanlagen, dazu gehören der schädlichen Uranabbau, die täglichen radioaktiven Emissionen der AKWs, und die ungelöste und unlösbare Atommüll-Entsorgung. Alternativen zur Hochrisikotechnologie Atomkraft stehen bereit!”

“Wir wollen keine strahlenden Weihnachten und fordern ab sofort Transparenz und ein Verbot der Atomtransporte durch die Region!”, so Julia Bäuerlein “Es besteht auch bei Uranhexafluoridtransporten ein konkretes Gefahrenpotential, da Uranhexafluorid bei Kontakt mit Wasser Flusssäure bildet. Ein Unfall und entsprechende Reaktionen mit Luftfeuchtigkeit hätte verheerende Folgen. Statt die Geheimhaltung der Transporte zu akzeptieren, sollten die kommunalen Behörden Offenlegung der Transporte in der Region bzw. ihr Verbot fordern.”, ergänzt Julia Bäuerlein von der Gruppe Stop Bure. Im lothringischen Bure ist ein Endlager für hochradioaktiven Müll evtl auch aus Deutschland geplant.

(Der TV berichtete) “Statt einer Atomtransport-Route mitten durch die Region zuzulassen, erhalten Atomindustrie und zuständige Behörden heute eine Rute für ihre Verantwortungslosigkeit!”

erschienen am: 2008-12-07 im europaticker

Endlich kann man wieder Echtpelz tragen?

5. Dezember 2008

Seit dem Sommer 2008 bietet das Berliner Label Friendly Fur ökologisch und politisch korrekte
Pelz-Accessoires aus Fellen der einheimischen Rotfüchse an, die aufgrund ihrer Überpopulation
kontrolliert bejagt wurden. Erstmals wurde die glamouröse Kollektion auf der Premium 2008 in der
Green Area vorgestellt. Friendly Fur belebt seitdem die sinnvolle Auseinandersetzung mit dem bis
dato tabuisierten Thema Echtpelz.
Ökologisches Gewissen kann so glamourös sein!
Friendly Fur verbindet auf einzigartige Weise traditionelle und moderne, geradezu avantgardistische
Elemente. Dem Zeitgeist entsprechend zeichnen sich die Kreationen durch hochwertige Verarbeitung
und klassische Farbgebung gepaart mit innovativen, modernen Schnitten und liebevollen
Akzentuierungen aus. Alle Friendly Fur Modelle werden in Berlin von dem Designer Nikolas
Gleber entworfen und von Hand in einer regionalen Manufaktur gefertigt, die auf die schonende
Verarbeitung von Naturpelzen spezialisiert ist. Die Kollektion beinhaltet Collars, Muffs, Capes und
Stolas, die wahlweise mit oder ohne Fullbody-Konzept erhältlich sind. Jedes Kollektionsteil ist auf
eine exklusive Anzahl von maximal hundert Stück limitiert. Wenn die Fellvorräte ausgeschöpft
sind, so ist die Kollektion ausverkauft. Zur Qualitätssicherung verfügen alle Pelze über einen individuellen
Herkunftsnachweis, aus dem Datum der Erlegung und das Revier hervorgehen. Optisches
Erkennungszeichen der Friendly Fur Naturschutzpelze ist das grüne Etikett im Ohr.
Kein Fuchs stirbt für Friendly Fur
Für Friendly Fur werden keine Füchse extra erlegt, sondern ausschließlich die Felle verwendet, die
bei der kontrollierten Jagd sowieso anfallen und ansonsten in der Tierkörperbeseitigung landen
würden. Friendly Fur Felle stammen aus der fallen- und bleifreien Jagd in deutschen Revieren.
Tierzuchtfarmen und jegliche Misshandlung von Tieren werden strikt abgelehnt. Somit arbeitet
Friendly Fur nicht nur ökonomisch und ökologisch sinnvoll, sondern kann sogar als Tier- und Naturschutzlabel
bezeichnet werden. Nikolas Gleber dazu: „Wir möchten uns von den herkömmlichen
Produkten distanzieren und nicht zum wahllosen Tragen irgendwelcher Pelze anstiften, sondern
im Gegenteil, Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung schaffen für den sachgerechten und
verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Materialien.“ Auch für den NABU gehört zu
einer ökologisch nachhaltigen Jagd eindeutig auch die sinnvolle Verwendung der Felle von erlegten
Tieren.

Surfen wie in China

5. Dezember 2008

Surfen wie in China
Mit dem Firefox-Add-on “China Channel” ist es westlichen Websurfern möglich, durch das chinesische Internet inklusive Zensur und Inhaltefiltern zu surfen und somit die wirkungsvolle Webzensur selbst zu erleben. Die Programmierer aus Hongkong geben Menschen außerhalb des kommunistisch geführten Landes die Chance, die Mechanismen der Zensur beim Surfen kennenzulernen, mit denen chinesische User täglich konfrontiert sind. Die Firefox-Erweiterung routet die Anfragen im Webbrowser über einen Proxy-Server in China.
Hongkong (pte) – Das Surfen im chinesischen Web gestaltet sich durchaus mühsam. Seiten, die bestimmte Stichwörter wie “Dalai Lama”, “Tiananmen”, “Democracy” oder regimekritischen Content enthalten, können gar nicht aufgerufen werden. Webseiten von westlichen Tageszeitungen und Magazinen sowie News-Portale werden ebenfalls umfassend geblockt. Selbst der Onlineauftritt von pressetext ist von China aus teilweise nicht zu erreichen. Stattdessen zeigt der Browser die Auskunft, dass die Verbindung während des Aufbaus unterbrochen wurde. Alternativ dazu bekommt der User auch den Hinweis auf einen Server-Error angezeigt. Selbst auf jenen Seiten, die von der chinesischen Zensur als in Ordnung befunden werden, gestaltet sich das Surfen für europäische Ansprüche mühselig, denn die Verbindungsgeschwindigkeit ist langsam.

Die bei dem Add-on verwendete Methode, den Datenverkehr über einen Proxyserver zu leiten und somit eine chinesische Identität anzunehmen, kann auch umgekehrt verwendet werden. So ist es möglich die Große Firewall zu umgehen, indem innerhalb Chinas eine verschlüsselte Verbindung mit einem Proxy-Server außerhalb des Landes hergestellt wird. Allerdings ist diese Methode auch den Zensoren bekannt, und daher versucht man den Verbindungsaufbau zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Eine andere Methode, die vor allem westliche Geschäftsleute nutzen, ist, eine gesicherte VPN-Verbindung zum Firmennetzwerk in der Heimat herzustellen.

Die Entwickler des Add-ons wollen die Unterschiede zwischen den Internet-Welten auch in Form von Installationen demonstrieren. Ihre Web-2.0-Gallery besteht aus zwei Rechnern, die mit einer modifizierten Maus zugleich bedient werden können. Während einer mit einer IP-Adresse aus Hongkong einen relativ unbeschränkten Zugang hat, wird der zweite mit einer chinesischen IP-Adresse betrieben. Zwei Bildschirme zeigen somit offensichtlich zwei unterschiedliche Seiten des Internet. In ihrer Kritik an den Zensurmaßnahmen halten sich die Entwickler aus Hongkong auch bei westlichen Unternehmen nicht zurück. Immerhin werde die Große Firewall, die 1,3 Mrd. Chinesen umgibt, mithilfe von westlicher Technologie umgesetzt, die von Cisco, Google oder Yahoo geliefert wird, schreiben die Programmierer von China Channel.

http://www.umweltdialog.de/umweltdialog/politik/2008-11-03_Surfen_wie_in_China.php

dena empfiehlt Mietern und Käufern, den Energieausweis zu verlangen

5. Dezember 2008

Der Energieausweis für Wohngebäude genießt bereits wenige Monate nach Einführung eine relativ hohe Bekanntheit bei Mietern in Deutschland. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)*. Insgesamt haben schon 66 Prozent der Befragten vom Energieausweis gehört oder gelesen. Nach der Definition des Energieausweises gefragt, gibt die Hälfte der Mieter treffende Antworten.

“Viele Mieter wissen bereits, dass es einen Energieausweis für Häuser gibt. Jetzt müssen sie auch noch von ihrem Recht auf Vorlage des Energieausweises Gebrauch machen und den Hauseigentümer zum Beispiel im Rahmen einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung danach fragen”, kommentierte Thomas Kwapich, Bereichsleiter bei der dena.

Insgesamt ist der energetische Zustand eines Gebäudes für Mieter ein wichtiges Kriterium bei der Wohnungswahl, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Über 90 Prozent bezeichnen Informationen über die Dämmung der Wände, Dichtigkeit der Fenster sowie Art der Heizung als wichtig für ihre Entscheidung für ein zukünftiges Heim. 89 Prozent aller befragten Mieter – einschließlich derer, die erst im Verlauf der Umfrage vom Energieausweis erfahren haben – gehen davon aus, mit seiner Hilfe künftig stärker auf den Energieverbrauch und den energetischen Zustand ihres zukünftigen Heims achten zu können. Vier von fünf Mietern wollen bei ihrer nächsten Wohnungssuche nach dem Energieausweis fragen.

“Die Umfrage zeigt, dass der Energieausweis bei den Mietern gut ankommt und sie positive Erwartungen an dieses neue Instrument für mehr Transparenz beim Energieverbrauch in Gebäuden knüpfen”, sagte Kwapich.

Die Energieausweispflicht gilt seit dem 1. Juli für Wohngebäude bis einschließlich Baujahr 1965 und ab dem 1. Januar 2009 für alle später errichteten Wohngebäude. Wird eine Wohnung oder ein Haus neu vermietet, verkauft oder verpachtet, muss der Eigentümer dem potenziellen Interessenten einen Energieausweis vorlegen, zum Beispiel im Rahmen einer Haus- oder Wohnungsbesichtigung. Kommen Hausbesitzer dieser Pflicht nicht nach, drohen Bußgelder von bis zu 15.000 Euro.

Weitere Informationen für Mieter und Hauseigentümer zum Energieausweis unter www.dena-energieausweis.de und auch bei der kostenlosen Energie-Hotline: 08000 736 734.
Quelle: dena

CastorTicker per WAP aufs Handy

6. November 2008

Angeregt durch eine Nazi-Gegendemo-Aktion wollten wir einen ähnlichen WAP-Dienst für den aktuellen Castor-Ticker verwirklichen. Zur Erklärung: Ein WAP-Ticker gibt die neuesten Meldungen in einem Format aus, mit dem auch Old-School-Handys (jünger als 5 Jahre) etwas anfangen können. Zudem ist die Benutzung von WAP häufig sehr viel günstiger als Telefonieren und SMS (Tarifbeispiele siehe unten).

Leider waren wir mit unserer Idee wieder mal viel zu spät dran, so dass der WAP-Ticker nicht mehr in die sonstige Infrastruktur eingebunden werden konnte. Also haben wir ein Script geschrieben, welches bestmöglich versucht, die Informationen des Castor-Tickers herauszulesen und das ganze dann als WAP-Seite auszugeben.

CastorTicker abrufen: Um den Ticker nutzen zu können müsst ihr Euch mit dem Internet Verbinden. Das Funktioniert auf jedem Handy anders, aber alles was nach “Internet” oder “WAP” klingt sollte ausprobiert werden. Jetzt müsst Ihr eine Adresse eingeben können und zwar http://castorticker.dresdener27.de
Wenn alles geklappt habt bekommt ihr nun eine Ansicht, die so aussieht:

Monday, November 13, 2006 at 05:35:35 (CET) +++ In Laase werden Wasserwerfer eingesetzt, obwohl niemand auf der Straße ist +++

Monday, November 13, 2006 at 05:34:09 (CET) +++Der Transport ist kurz vor Grippel +++

Tarifdschungel: Leider sind die Kosten sehr für das Abrufen des Tickers sehr unterschiedlich. Ein paar Tarife haben wir mal recherchiert. Wenn Euer Tarif nicht dabei ist, dann guckt am besten selber nach und/oder schreibt ein Kommentar oder schickt uns eine mail an castorticker [ätt] dresdener27.de.

  • simyo: 24ct/MB
  • klarmobil: 9ct/min
  • congstar: 35ct/MB

Erklärung: 24ct/MB bedeutet, dass einmal Abrufen des Tickers (max 10kb groß) 1/4 ct kostet. Das ist bestimmt günstiger als Telefonieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

FSC-Siegel

4. November 2008

immer mehr Holzprodukte, Zellstoff und Papier tragen das Ökosiegel des
Forest Stewardship Council (FSC). Die gemeinnützige Organisation aus Bonn
zertifiziert nach eigenen Angaben “nachhaltige Waldbewirtschaftung”. Doch in
der Praxis tragen zunehmend industrielle Holzplantagen das FSC-Siegel. Die
riesigen Monokulturen mit überwiegend exotischen Kiefern- und
Eukalyptusarten sind keine Wälder, sondern grüne Wüsten. Das Ökosiegel für
diese ökologisch und sozial katastrophale Anbauform zu verleihen ist ein
Etikettenschwindel.

Umwelt- und Sozialverbänden aus aller Welt fordern deshalb schon seit langem
den FSC zu einem Stopp der Zertifizierung dieser Holzplantagen auf.

Bitte schreiben Sie an die FSC-Mitglieder zur bevorstehenden Vollversammlung
des FSC:

http://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=323

Online-Portal verkauft Probleme

4. November 2008

Online-Portal verkauft Probleme
Gründer: “Wollen dem Leben der Menschen einen Kick geben”

Auf need a problem können sich Nutzer Probleme bestellen (Foto: needaproblem.com)
Bern (pte/01.11.2008/06:05) – “Leben Sie ein ausgefülltes, sorgenfreies Leben? Wie langweilig! Sie brauchen dringend Probleme zum Lösen. Sie werden sehen – es wirkt!” Mit diesen Worten werden Internetnutzer auf dem vor kurzem gestarteten Portal “need a problem” http://www.needaproblem.com begrüßt. Wie der Name der Seite und das Statement auf der Homepage bereits vermuten lassen, ist die Dienstleistung, die ihre Betreiber anbieten, eher unkonventionell. “Auf need a problem bieten wir weltexklusiv Probleme an”, erklärt Martin Koncilja, einer der drei Schweizer Mitbegründer der Plattform, im Gespräch mit pressetext. Gemeinsam mit seinen Kollegen Björn Hering und Hansmartin Amrein hat Koncilja extra eine eigene Firma gegründet, mit der die drei Web-, TV- und Marketingspezialisten das ungewöhnliche Konzept ihres Services vermarkten wollen. “Ich glaube an diese Idee, weil sie einzigartig ist. Alle Welt verkauft Lösungen, unser Angebot ist dagegen etwas völlig Neues”, so Koncilja.

Technisch gesehen funktioniert das Ganze wie folgt: Nutzer können auf need a problem ein Problem ihrer Wahl bestellen. Insgesamt stehen dabei fünf verschiedene Arten von Problemen zur Verfügung, die je nach entsprechendem Schwierigkeitsgrad einen unterschiedlichen Preis haben. Von einem trivialen, sehr leicht zu lösenden Problem zum Preis von einem Schweizer Franken (rund 70 Cent) bis zu einem fast unlösbaren Problem für 5.000 Franken (rund 3.397 Euro) ist alles zu haben. “Je teurer der Preis, desto höher ist der Aufwand für den Käufer”, erläutert Koncilja. Um den Überraschungseffekt möglichst groß zu halten, wird dem Kunden jedoch bei der Bestellung nur sehr wenig über den Inhalt des gewünschten Problems verraten.